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Sperrholz

Sperrholz im Zuschnitt nach Maß bietet aufgrund seiner mehrschichtigen Holzlagen eine hohe Stabilität und eignet sich daher für viele Anwendungen. Gestalte jetzt deinen Sperrholzzuschnitt millimetergenau in unserem 3D Konfigurator.

Weitere Infos

Sperrholz - Wissenswertes zum Produkt

Sperrholz lässt sich grob in Stabsperrholz (Tischlerplatten), Furniersperrholz oder Brettsperrholz unterteilen. Diese Sperrholzplatten werden aus Furnieren in mehrere Lagen verklebt - und ergeben Sperrholz. Bei uns erhalten Sie ausschließlich Furniersperrholz nach Maß, welches aus einigen dünnen Furnierlagen besteht.

Die Fasern der Sperrholzplatten sollten im Normalfall im rechten Winkel zueinander verlaufen. Diese Lagen, die aus unterschiedlichen Holz-Werkstoffen wie Spanholz, Massivholz, Furnier oder Stäben bestehen können, werden unter Hitzeeinwirkung miteinander verpresst. Die Sperrholzplatten werden abschließend zugeschnitten, grob geschliffen und entsprechend gelagert.

Worauf kommt es beim Sperrholz an?

Sperrholz gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Weitere Information zu den Qualitätsstufen finden Sie weiter unten. Darüber hinaus spielt die Holzart eine wichtige Rolle für den Einsatzzweck. So ist Pappelsperrholz ein leichtes und gut verformbares Holz und eignet sich ideal für den Boots- und Innenausbau. Die Verleimung spielt eine Rolle für den Einsatz im Innen- oder Außenbereich. Härtere Holzarten wie Birke oder Buche sind stabiler und eignen sich eher für den Möbelbau. Da sich aber alle Sperrholzarten und Stärken schüsseln können, ist eine Verstärkung mittels Metall oder Holzprofilen für plane Flächen ratsam. Ab einer Länge von 30 cm ist eine Verstärkung ratsam.

Mit dem 3D Onlinekonfigurator können Sie einfach und bequem die Maße, Stärken und Form festlegen. Das Besondere bei uns: Wir bieten eine Reihe von Sonderformen sowie Bearbeitungsmöglichkeiten direkt online an. Entdecken Sie jetzt unsere Konfigurationsvielfalt.

Modellbau mit Sperrholz aus Birke

Sperrholz - Eigenschaften und Vorteile

Pappelsperrholz Stärkenvergleich

Neben dem geringeren Gewicht von Sperrholz zeigen sich die Vorteile vor allem in Sachen Formstabilität und Festigkeit - speziell gegenüber Massiv- oder Schichtholz. Je nach Ausführung sind Sperrholz-Zuschnitte beständiger gegen Feuchtigkeit bzw. Schimmel und können sogar wasserbeständig sein. Dabei spielt die Verleimung IF 20 nicht wasserfest oder BFU 100 wasserfest und die Oberflächenbeschichtung oder Imprägnierung eine wichtige Rolle. Die Oberfläche und Kante kann mit wenigen Werkzeugen leicht selbst nachbehandelt werden. Zudem lässt sich dünnes Sperrholz gut biegen und kann in Formen gebracht werden.

Pappelsperrholz zeichnet sich durch das geringere Gewicht sowie eine helle und gleichmäßige Maserung aus. Daher sind Pappelsperrholzplatten im Zuschnitt mit einer Qualitätsstufe AB/B im Modellbau sehr beliebt. Auch im Innenausbau, wenn das Holz in Form gebracht werden muss, ist Pappelsperrholz eine gute Wahl. Generell lassen sich die dünneren Sperrholzplatten, wie z. B. das 4 mm Kiefernsperrholz, ohnehin gut biegen.

Birkensperrholz und Buchensperrholz sind etwas schwerer als Pappel und Formstabiler. Ebenfalls ist Birke etwas rötlicher als Buche. Diese Holzplatten werden gerne im Möbelbau verwendet. Besonders bei Fronten muss auf eine Verstärkung gegen Verzug geachtet werden.

Kiefersperrholz und weitere Nadelsperrhölzer können je nach Qualitätsstufe eingeschlossene Harze und mehr Äste aufweisen. Kiefernsperrholzplatten besitzen eine gelblichere Färbung und werden bewusst für eine rustikale Optik bei Verkleidungen oder im Modellbau genutzt.

Sperrholz - Anwendungsgebiete und Verwendungsbeispiele

Die Verwendungsmöglichkeiten von Sperrholz sind breitgefächert. Es gibt unterschiedliche Eigenschaften, wie die Verleimungsart und Formstabilität, und daher auch ebenso viele Einsatzgebiete.

  • Möbelbau - Sperrholz wird oft für die Herstellung von Möbeln wie Betten, Schränken, Regalen und Tischen verwendet.
  • Bauindustrie - Dickere Sperrholzplatten, meist aus Birke, werden als Schalungen für Beton verwendet, als Dach- und Wandverkleidungen, für Fußböden, Treppen und Balkone sowie für die Verstärkung von Rahmen und Strukturen.
  • Boot- und Fahrzeugausbau - Innenausbauten oder Verkleidungen von Wohnmobilen, Wohnwagen und Booten.
  • Verpackungsindustrie - Sogenanntes Verpackungssperrholz wird zur Herstellung von Transportverpackungen, Versandkisten und Paletten verwendet. Die Qualität ist in der unteren Kategorie C oder III angesetzt.
  • Modellbau und Spielzeug - Sperrholz wird oft zur Herstellung von Puzzles, Bauklötzen, Holzspielzeug und Modellbau verwendet.
  • Kunsthandwerk - Lichterbögen und Schwibbögen, Schnitzereien, Schmuckherstellung oder Bilderrahmen.
  • Musikinstrumente - Sperrholz wird zur Herstellung von Gitarren, Schlagzeugen, Geigen und anderen Musikinstrumenten verwendet.
  • Sportartikel - Sperrholzzuschnitte werden zur Herstellung von Skateboards, Snowboards, Surfbrettern und anderen Sportartikeln verwendet.
  • Andere Anwendungen: Sperrholz wird auch in der Herstellung von Türen, Fensterrahmen, Schalldämmplatten, Schreibtischunterlagen, Visitenkarten und vielen anderen Produkten verwendet.
Kundenbild eines Fahrzeugausbaus mit Buchensperrholz

Sperrholz - Möglichkeiten zur Bearbeitung

Bearbeitungsmöglichkeiten von Sperrholz

Sperrholz ist ein vielseitiges Material, das auf verschiedene Arten bearbeitet werden kann, um die gewünschte Form und Oberflächenbeschaffenheit zu erreichen. Hier sind einige unserer Bearbeitungsmöglichkeiten von Sperrholz:

  • CNC Sägen - Der Sägeschnitt bei Sperrholz ist dank CNC Steuerung auf den Millimeter genau und mitunter scharfkantig. Ausrisse werden durch ideale Produktionseinstellungen minimiert, aber lassen sich nicht ganz vermeiden.
  • CNC Fräsen - Der gefräste Zuschnitt ist noch etwas präziser als der Sägezuschnitt und bietet weitere Bearbeitungsmöglichkeiten wie Kreise und andere Formen an. Ebenfalls sind Ausschnitte und weitere Kantenprofile möglich. Sacklöcher oder Nuten bieten wir nur auf unserer CNC Fräse an. Stärkentoleranzen müssen einbezogen werden.
  • CNC Laserschneiden - Der Laserzuschnitt bietet andere Vorteile gegenüber dem Fräsen. So gibt es bei Ausschnitten keine Innenradien und die Minimalmaße sind deutlich geringer. Sperrholzplatten mit der wasserfesten BFU 100 Verleimung können nicht lasergeschnitten werden. Die Unterseite weist Schmauchspuren von Rauch auf. Durch unser Know how sind diese Spuren recht gering und können mit Schleifpapier weggeschliffen werden.
  • Kanten brechen - Da die Platten aus Sperrholz sehr genau und gerade zugeschnitten werden, entstehen scharfe Kanten. Wir brechen für Sie die Kante leicht, sodass keine Schnittgefahr mehr besteht. Es wird keine Fase geschliffen.

Eine Weiterverarbeitung der Sperrholzzuschnitte kann leicht selbst vorgenommen werden. Dabei gibt es folgende Optionen.

  • Schneiden mit Cuttermesser bei dünnen Platten bis 3 mm Sperrholz
  • Sägen mit der Laubsäge, einer Handkreissäge, Hobbyformatkreissäge oder der Stichsäge
  • Bohren mit Handelsüblichen Holzbohrern
  • Fügen wie das Verkleben mit Leim. Dabei stets auf den richtigen Kleber/Leim achten. Beim Verschrauben empfiehlt sich meistens vorzubohren
  • Oberflächenbearbeitung: schleifen, lasieren oder lackieren

Sperrholz - Verzug oder Schüsselung vermeiden

Sperrholz ist ein natürlicher Werkstoff und kann sich durch falsche Lagerung, Feuchtigkeit oder innere Spannungen verziehen (Schüsselung = wannenförmige Verformung der Platte). Mit den folgenden Tipps können Sie Verzug vermeiden und bereits verzogene Platten teilweise wieder begradigen:

Verzug vermeiden

  • Akklimatisierung:
    Lagern Sie Sperrholz vor der Verarbeitung mindestens 24–72 Stunden im späteren Einsatzraum.
    So kann sich das Material an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen und nachträglicher Verzug wird reduziert.
  • Richtige Lagerung:
    Wir versenden die meisten Sperrholzplatten in Kartonverpackungen. Innerhalb dieser Verpackung herrscht ein relativ stabiles Klima, wodurch die Platten zunächst weitgehend plan bleiben.
    Nach dem Auspacken sollten Sie die Platten sofort kontrollieren und flach, im Stapel übereinander lagern.
    Für längere Lagerung empfiehlt sich das Stapeln mit Zwischenleisten, damit die Luft gleichmäßig zirkulieren kann.

    Wichtig:
    • Die oberste Platte neigt besonders zum Verzug – decken Sie den Stapel möglichst ab.
    • Platten nicht längere Zeit hochkant an eine Wand stellen – bereits nach kurzer Zeit kann Verzug entstehen.
  • Materialwahl:
    Verwenden Sie ein für Ihr Projekt geeignetes Sperrholz.
    Dünne Platten verziehen sich schneller als dicke Platten.
    Dickere Platten sind stabiler, können sich jedoch ebenfalls verformen.
    Für dauerhaft plane Flächen empfiehlt sich eine Versteifung (z. B. Holz- oder Metallrahmen).
    Auch die Qualität der Verleimung beeinflusst das Verhalten bei Feuchtigkeit.
  • Feuchtigkeit und Klima:
    Sperrholz reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit.
    Besonders kritisch ist es, wenn nur eine Seite der Platte Feuchtigkeit aufnimmt.
    Lagern Sie Sperrholz daher trocken und nicht im Außenbereich.
    Ideale Bedingungen liegen bei ca. 40–60 % relativer Luftfeuchtigkeit und möglichst konstanten Temperaturen.
  • Beschichtung und Bearbeitung:
    Vor der Weiterverarbeitung muss das Holz vollständig trocken sein.
    Beim Lackieren, Ölen oder Beizen sollten immer beide Seiten gleichmäßig behandelt werden, um Spannungen zu vermeiden.
    Während der Verarbeitung (z. B. CNC oder Lasern) sollte die Platte möglichst plan aufliegen oder fixiert werden.

Verzug korrigieren

Falls sich das Sperrholz bereits verzogen hat, können folgende Methoden helfen (vor allem bei leichtem bis mittlerem Verzug):

  • Befeuchten:
    Ist die Platte zu trocken, kann gezieltes Anfeuchten helfen.
    Befeuchten Sie die Seite, zu der sich das Holz zurückbiegen soll.
    Beispiel: Bei einer „Schüssel“ (nach oben gewölbt) wird die Unterseite befeuchtet.
    Möglich ist dies mit einem feuchten Tuch (mehrere Stunden einwirken lassen) oder einer Sprühflasche.
  • Wärmebehandlung:
    Legen Sie die Platte auf eine ebene Fläche und bedecken Sie sie mit einem feuchten Tuch.
    Erwärmen Sie die konkave Seite vorsichtig mit einem Bügeleisen auf niedriger Stufe.
    Achtung: Nicht überhitzen – Brandgefahr!
  • Beschweren:
    Legen Sie die Sperrholzplatte auf eine ebene Fläche und beschweren Sie sie gleichmäßig.
    Bei geschüsseltem Sperrholz: Wölbung nach oben, Gewichte mittig platzieren.
    Mit der Zeit kann sich die Platte teilweise wieder begradigen.

Hinweis: Stark verzogene Platten lassen sich in der Regel nicht dauerhaft vollständig begradigen.

Sperrholzplatten hochkant gelagert – häufige Ursache für Verzug

Sperrholz - Qualitätsklassen

Pappelsperrholz in B/BB-Qualität

Sperrholz wird in der Regel nach Qualität und Verwendungszweck klassifiziert. Typischerweise werden die Klassen mit einem Buchstaben von A bis C bzw CP oder römsichen Zahlen I bis IV angegeben. Das erste Zeichen ist die Oberseite (Gutseite) und das zweite Zeichen die Unterseite. Beispielsweise wäre AB/B die Oberseite die AB und Unterseite B Qualität. Meistens wird die Qualität der Mittellagen entsprechend der Decklagen angepasst. Bei den Mittellagen kommen bei geringerer Qualität auch mehr Lufteinschlüsse vor, was zu einem kleinen Loch in der Kante führen kann. Unsere Sperrholzqualität geben wir stets von A bis C an und wird wie folgt definiert.

  • Klasse A: Sperrholzplatten, die in den Decklagen völlig astfrei sind und geringe Farbeinläufe haben. Sie sind hell und gleichmäßig. Kaum auf dem Markt vorhanden und vorwiegend bei Pappelsperrholz für hochwertige Produkte angewandt.
  • Klasse AB: Holz, das in den Oberflächen astfrei ist. Farbeinläufe können möglich sein. Die Sperrholzplatten sind hell. Zudem sind wenige und gesunde verwachsene Äste möglich, jedoch selten. Gängigste Qualität für Sperrholzprodukte.
  • Klasse B: Sperrholz mit fest verwachsenen Ästen, die klein und nicht ausgefallen sind. Es können Farbeinläufe auftreten. Astlöcher mit einer Größe von bis zu 8 mm können vorhanden sein. Hier sind mit Spachtel ausgebesserte Stellen erlaubt.
  • Klasse BB: Die Klasse weist auf eine Holzart inklusive Äste hin, die auch ausgefallen oder gespachtelt sein können. In den Decklagen sind kleine Risse und Farbeinläufe möglich. Die Astlöcher sind bis zu 15 mm groß. Auch hier sind Spachtelstellen erlaubt. Anwendungen eher im Bauwesen für Schalungen.
  • Klasse C: Meist auch CP genannt, wird die Klasse durch rohe, kaum geschliffene Furnierlagen mit Ästen oder ausgefallenen Ästen definiert. Risse und natürliche Fehler dürfen ebenfalls vorhanden sein. Nichtgespachtelte Holzfehler und Fehlstellen in den Deckeinlagen sind möglich. Häufigste Anwengung wäre die Holzverpackung aus Sperrholz.

Jedes Produkt ist einer bestimmten Baustoffklasse nach DIN 4102-1 oder nach EN 13501-1 zugeordnet. Hier geht es in erster Linie darum, wie der Baustoff auf das Einwirken von Feuer reagiert. Je nach Bauvorhaben und den dafür anzuwendenden Vorschriften, können auch noch Feuerwiderstandsklassen eine Rolle spielen. Diese ergänzende Klassifizierung gibt an, welche Eigenschaften des Baustoffs im Brandfall über welchen Zeitraum erhalten bleiben. Insbesondere bei Gebäuden von öffentlichen Einrichtungen, Produktionsstätten oder Firmengebäuden muss häufig auf die korrekte Klassifizierung geachtet werden, da Elemente (zum Beispiel eine Brandschutztür) bestimmte Auflagen erfüllen müssen.

Wir haben für Sie unter Baustoffklassen nützliche Informationen zusammengestellt. Bei konkreten Fragen raten wir Ihnen, sich mit Ihrem Architekten oder mit dem für Sie zuständigen Bauamt in Verbindung zu setzen.

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